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Die Preisträgerinnen 2013-2015 - 2013-2015 - LiBeraturpreis - LITPROM

Die Preisträgerinnen 2013 - 2015

© Anke Kluß

2015: Madeleine Thien [Kanada/China/Malaysia]

Madeleine Thien wurde 1974 in Vancouver geboren. Ihre Eltern stammen aus Malaysia und China und emigrierten in den 1960er Jahren nach Kanada. Bereits ihr erstes Buch, der Kurzgeschichtenband Einfache Rezepte wurde mit vier kanadischen Literaturpreisen ausgezeichnet und Thiens Debütroman Jene Sehnsucht nach Gewissheit ist in 16 Sprachen übersetzt worden. 2014 war sie für den Internationalen Literaturpreis des Hauses Kulturen der Welt nominiert und im Januar 2015 nahm sie an den Literaturtagen Südostasien teil.

Flüchtige Seelen (2. Platz Weltempfänger Nr.24) führt den Leser in den tropischen Dschungel Kambodschas in den 1970er Jahren und geht den Erinnerungen, Verletzungen und Träumen der Menschen nach, die unter dem Terror der Roten Khmer zu leiden hatten. Die Begründung der Weltempfänger-Jury für die Wahl auf die Bestenliste:

„Ein psychologisch tiefgründiger und poetisch erzählter Roman, der Gegenwart und Vergangenheit komplex verwebt. Und ein Roman, der fragt: Bin ich nicht mehr als die Summe meiner Erinnerungen?”

Auf Deutsch erschienen: Flüchtige Seelen (Luchterhand 2014), Einfache Rezepte (Luchterhand 2008), Jene Sehnsucht nach Gewissheit (Luchterhand 2007)


2014: Raja Alem [Saudi-Arabien]

Raja Alem, geboren 1970 in Mekka, studierte Englische Literatur in Dschidda, Saudi-Arabien, und hat Romane, Theaterstücke sowie Kurzgeschichten publiziert. Sie hat für ihr Werk zahlreiche Preise erhalten, darunter den Ibn-Tufail-Preis des Spanisch-Arabischen Kulturzentrums in Madrid (1991), den Arabic Women’s Creative Writing Prize der UNESCO (2005) und den Preis des Libanesischen Literaturvereins in Paris (2008). Der Roman Das Halsband der Tauben wurde 2011 mit dem renommierten International Prize for Arabic Fiction ausgezeichnet. 2011 präsentierte sie mit ihrer Schwester Shadia Alem die Installation »Black Arch« im saudischen Pavillon bei der 54. Biennale von Venedig. Raja Alem lebt in Dschidda und Paris.

“Ein Roman aus Saudi-Arabien, und was für einer! Sinnlich, spannend, polemisch – und sehr gescheit. Raja Alem hat einen Krimi geschrieben, eine literarische Studie über den weiblichen Körper in der islamistischen Gesellschaft – und einen Großstadtroman über Mekka, den heiligen Moloch.”
(Karl-Markus Gauß über Das Halsband der Tauben)

Auf Deutsch erschienen: Das Halsband der Tauben. Roman. Originaltitel: Tawq al-Hamam. Aus dem Arabischen und mit einem Nachwort von Hartmut Fähndrich. Unionsverlag 2014.


© Júlia Moraes

2013: Patrícia Melo [Brasilien]

“Leichendieb”: Mal als Krimi, mal als Thriller beworben, erzählt Patricía Melos Roman die Verstrickungen des Protagonisten in die Machenschaften der brasilianischen Drogenmafia. Ursprung sind der durch ihn ausgelöste Selbstmord einer Kollegin und ein Päkchen Kokain, das er der Leiche eines tödlich Verunglückten entwendet.

Patrícia Melo schreibt außer Romanen auch Hörspiele und Drehbücher. Sie ist Trägerin des “Prix Deux Océans” und wurde von der Times zur “führenden Schriftstellerin des Milleniums” in Lateinamerika erklärt. Seit einigen Jahren lebt die 1962 in São Paulo geborene Autorin in der Schweiz.

Auf Deutsch erschienen: Schwarzer Walzer (Droemer 2005), Inferno (Klett-Cotta 2003), Ich töte, du stirbst (Klett-Cotta 2002), Wer lügt, gewinnt (Klett-Cotta 1999, TB 2012 bei Wagenbach) und O Matador (Klett-Cotta 1997).