Ein Ferser im Poetenland, Dass ich Ausländer bin, verdanke ich den Deutschen
Ali Renani / Deutschland, Iran
Lyrik, 64 pages, 1995
Mit dem Gedichtband "Ein Ferser im Poetenland. Daß ich Ausländer bin, verdanke ich den Deutschen" liegt zum ersten Mal eine Auswahl der Arbeiten des Malers Ali Renani in Buchform vor. Seine Gedichte, die der Autor selbst illustriert, wurden in den letzten Jahren durch zahlreiche Lesungen bekannt. Renani zeichnet mit ihnen ein sehr persönliches Bild der Erfahrung von Fremdsein in Deutschland: Das Leben mit den Deutschen, die Flucht aus dem Iran, der Abschied von Ideologien und schließlich der ernüchternde Bericht über die Intoleranz. Seine Poesie bleibt der Malerei eng verbunden, denn in beiden Ausdrucksformen knüpft Renani an eine ähnliche, spielerisch-experimentelle Ästhetik an, die zugleich Max Ernst und Ernst Jandl verpflichtet ist. Renani sucht die Distanz zur Sprache und nimmt sie nicht als selbstverständlich hin. Den Deutschen, die ihn zum Ausländer, zum Fremden machen, macht er mit Witz und Ironie das Deutsche fremd.