Die Filme meines Lebens
Alberto Fuguet / Chile
Roman, 335 Seiten, 2005
Erdbeben sind die einzige große Leidenschaft im Leben des Seismologen Beltrán Soler. Doch nach der Begegnung mit einer Unbekannten klafft plötzlich ein Riss in seiner wohlgeordneten Innenwelt. Nach einer Zwischenlandung in Los Angeles beginnt er, seiner verlorenen Kindheit in den 60er und 70er Jahren nachzuforschen. Das Vehikel für seine Erinnerungsreise: die Filme, die er einst im Kino gesehen hat. Alberto Fuguets Roman ist zugleich Hommage an das Kino, bewegende Familiengeschichte und beeindruckender Bilderbogen über das Kalifornien der beginnenden Beat-Ära und das Chile des Pinochet-Regimes. Mit Ironie und Sensibilität erzählt Fuguet die Kindheitsgeschichte eines Mittelschichthelden, der zwischen zwei Flugstrecken versucht, seinem bindungs- und beziehungslosen Dasein auf die Spur zu kommen.Die Übersetzung wurde gefördert von Litprom mit Mitteln des Auswärtigen Amts sowie (bei Verlagen in der Schweiz) des Schweizer Südkulturfonds.