Tagebücher eines Krieges, Syrien, allen bekannt

Khalaf Ali Alkhalaf / Syrien

Lyrik, 154 Seiten, 2018

Khalaf Ali Alkhalaf thematisiert die Eskala­tion der Gewalt in Syrien vom ersten Aufflammen der bewaffneten Auseinandersetzungen bis hin zur Vertreibung großer Teile der Bevölkerung. Doch nicht die Darstellung der chronologischen Abfolge der politischen Ereignisse steht im Vordergrund, vielmehr geht es um die Auswirkungen des Krieges auf die Menschen. Die Welt ist aus den Fugen geraten. Angst, Vertreibung, Heimatlosigkeit, Verlust, Massaker und Tod bestimmen den Alltag. Auf das Wesentliche reduzierte und fokussierte szenische Situationen und Dialoge spiegeln das Geschehen. Krieg und Tod sind keine abstrakten Größen, sie treten in personifizierter Form als konkret fassbares Gegenüber auf. Der ruhige, teils lakonische Ton und der völlige Verzicht auf Pathos, Dramatik und Anklage machen die Stärke der Gedichte aus. Gerade weil sie leise und besinnlich sind, machen sie das Grauen umso deutlicher. Es sind erschütternde Zeugnisse der syrischen Realität.

Die Übersetzung wurde gefördert von Litprom mit Mitteln des Auswärtigen Amts sowie (bei Verlagen in der Schweiz) des Schweizer Südkulturfonds.

  • Arabisch, übersetzt von Leila Chammaa
  • Yawmiaat Alharb Alqaymah
  • Schiler & Mücke, 9783899300635
  • 05.12.2018
Tagebücher eines Krieges, Syrien, allen bekannt