Vögel

Jung-Hee Oh / Korea

Roman, 144 Seiten, 2002
LiBeraturpreis 2003

OH Jung-Hee gilt als "außergewöhnliche Stimme" in der koreanischen Literatur. Mit dem Roman "Vögel" kehrt die Autorin zur Erzählperspektive ihrer frühesten Texte zurück, denn hier wird aus der Perspektive eines jungen Mädchens die Geschichte einer Kindheit erzählt, in der die Betroffene nicht Kind sein darf, weil sie in einer Welt von Gewalt und Verständnislosigkeit lebt. Oh Jung-Hee zeichnet dabei ein anschauliches Bild von den Verhältnissen in einer nach außen geordneten, aber dennoch sozial nicht gesicherten Gesellschaft. Die Autorin erzählt mit tiefem psychologischem Einfühlungsvermögen eine Alltagsgeschichte, die bei aller Trostlosigkeit letztlich doch nicht hoffnungslos ist. Oh Jung Hee kann zwar nicht zu den feministischen Autorinnen gezählt werden, aber ihre äußerst poetischen Texte sind dennoch exemplarische Beispiele weiblichen Schreibens.

Die Autorin erhielt 2003 den LiBeraturpreis.

  • Koreanisch, übersetzt von Edeltrud Kim und Kim Sun-Hi
  • Sae
  • Pendragon, 3-934872-26-3
  • 2002
Vögel